Sie stehen auf der Leiter, das Telefon klingelt in der Jackentasche, und der Anruf läuft ins Leere oder auf die Mailbox. Mit einer bedingten Rufumleitung bestimmen Sie, wohin solche Anrufe gehen. Einmal eingerichtet, dauert das fünf Minuten.
Eine Rufumleitung kann immer greifen oder nur in bestimmten Fällen. Für einen Betrieb, der selbst rangehen will, wenn er kann, sind es die drei bedingten Fälle:
„Immer weiterleiten“ lassen Sie leer. Sonst klingelt Ihr eigenes Telefon gar nicht mehr.
Ihre Rufnummer bleibt dabei unverändert. Es ändert sich nur, was passiert, wenn Sie nicht abnehmen.
Eine aktive Mailbox ist selbst eine Rufumleitung: Sie nimmt den Anruf an, bevor eine andere Umleitung greifen kann. Wer umleiten will, muss die Mailbox deshalb zuerst abschalten.
Am schnellsten geht das mit einem Code: Telefon-App öffnen, ##002# eingeben und auf Anrufen drücken. Das löscht alle bestehenden Umleitungen, die Mailbox eingeschlossen. Danach richten Sie die gewünschten Fälle neu ein.
iPhone: Schalten Sie zusätzlich die Live-Voicemail aus: Einstellungen › Apps › Telefon › Live-Voicemail (bei älteren iOS-Versionen ohne „Apps“). Sie nimmt Anrufe direkt auf dem iPhone an, bevor die Umleitung überhaupt greifen kann. Im selben Menü „Unbekannte Anrufer stummschalten“ ausschalten, sonst gehen Anrufe von Nummern, die nicht in Ihren Kontakten stehen, ohne Klingeln auf die Mailbox.
Telefon-App › Menü (drei Punkte) › Einstellungen › Anrufe › Rufweiterleitung
Je nach Hersteller und Version heißen die Menüpunkte leicht anders. Tragen Sie bei keine Antwort, besetzt und nicht erreichbar die Zielnummer ein. Den Fall „Immer“ lassen Sie aus.
iPhone: Unter Einstellungen › Telefon › Rufweiterleitung bietet das iPhone nur die Umleitung für alle Anrufe. Die drei bedingten Fälle richten Sie beim iPhone mit den Codes aus Variante B ein. Steht die Rufweiterleitung dort auf „an“, schalten Sie sie aus. Sonst gilt sie für alle Anrufe, und Ihr iPhone klingelt gar nicht mehr.
Code in der Telefon-App eingeben und auf Anrufen drücken, als würden Sie eine Nummer wählen. ZIEL ersetzen Sie durch die Zielnummer, am sichersten im Format mit Ländervorwahl, z. B. +4930…
| Fall | Code |
|---|---|
| Alle drei Fälle auf einmal (keine Antwort, besetzt, nicht erreichbar) | **004*ZIEL# |
| Keine Antwort | **61*ZIEL# |
| Besetzt | **67*ZIEL# |
| Nicht erreichbar | **62*ZIEL# |
| Prüfen, was eingestellt ist | *#61# · *#67# · *#62# |
| Alle Umleitungen aus | ##002# |
Nach jeder Eingabe erscheint eine kurze Bestätigung auf dem Display. Die Codes können je nach Gerät und Anbieter abweichen. Nimmt Ihr Handy einen Code nicht an, nehmen Sie Variante A oder fragen Sie Ihren Mobilfunkanbieter. Klappt **004*ZIEL# nicht, richten Sie die drei Fälle einzeln ein.
Beim Festnetz läuft die Umleitung über das Kundenportal Ihres Anbieters oder über Ihren Router, nicht am Apparat. Die Einstellung heißt meist „Rufumleitung“ oder „Anrufweiterschaltung“. Gesucht sind dieselben drei Fälle: bei Nichtmelden, bei besetzt und bei nicht erreichbar.
FRITZ!Box: Telefonie › Rufbehandlung › Rufumleitung › Neue Rufumleitung. Wählen Sie als Art verzögert (das Telefon klingelt 20 Sekunden, dann wird umgeleitet) und legen Sie eine zweite Umleitung bei besetzt an. Lassen Sie die Umleitung, wenn möglich, beim Anbieter ausführen (Einstellung „automatisch“). Führt die FRITZ!Box sie selbst aus, braucht jeder umgeleitete Anruf eine zweite freie Leitung, und bei ausgeschalteter Box greift die Umleitung nicht.
Stellen Sie, wenn möglich, 15 bis 20 Sekunden ein. Länger hilft selten: Viele Anrufer legen vorher auf, und genau diese Anrufe wollen Sie auffangen. Bei vielen Mobilfunkanbietern geht das zusammen mit der Umleitung bei keine Antwort: **61*ZIEL**20# (die Zahl am Ende sind die Sekunden, möglich sind meist 5 bis 30 in Fünferschritten). Im Festnetz finden Sie die Zeit meist im Kundenportal oder im Router.
Lassen Sie sich von einem Kollegen anrufen und gehen Sie nicht ran. Landet der Anruf dort, wo er hin soll, ist alles richtig eingestellt. Testen Sie danach auch „besetzt“: den Anruf einfach wegdrücken.
Neues Handy, neue SIM-Karte, Anbieterwechsel: In diesen Fällen ist die Umleitung oft weg, ohne dass Sie es merken. Prüfen Sie dann mit *#61#, *#67# und *#62#, was noch eingestellt ist.
Der Code wird abgelehnt. Zielnummer ohne Leerzeichen und mit Ländervorwahl eingeben, also +49… statt 0…. Klappt es dann immer noch nicht, nehmen Sie Variante A.
Die Mailbox geht trotzdem ran. Die Mailbox ist bei den Mobilfunkanbietern selbst eine Umleitung bei keine Antwort. Bei Vodafone zum Beispiel ist das **61*5500#. Mit ##002# und danach **61*ZIEL# ersetzen Sie sie. Mit *#61# sehen Sie, wohin „keine Antwort“ gerade umleitet.
Beim iPhone geht die Mailbox ran, obwohl die Codes stimmen. Dann nimmt die Live-Voicemail des iPhones den Anruf an, bevor die Umleitung greift. Einstellungen › Apps › Telefon: Live-Voicemail und „Unbekannte Anrufer stummschalten“ ausschalten, dann erneut testen.
Das Handy klingelt gar nicht mehr. Dann ist „Immer weiterleiten“ an. Mit ##002# alles löschen und nur die drei bedingten Fälle neu einrichten.
Kosten. Eine Umleitung rechnet Ihr Anbieter wie einen Anruf von Ihnen zur Zielnummer ab. Mit einer Flatrate in deutsche Netze kostet das in der Regel nichts extra. Im Zweifel fragen Sie Ihren Anbieter.
Mit Anrufwache landet Ihre Rufumleitung nicht auf einer Mailbox, die niemand abhört. Ihr Anrufer hört Ihre Ansage, bekommt eine SMS mit Ihrem Firmennamen und schreibt sein Anliegen selbst auf — mit Adresse und Fotos. Sie bekommen das Briefing aufs Handy. Keine Telefonistin, keine KI am Telefon. Die Umleitung richten wir bei der Einrichtung gemeinsam mit Ihnen ein und testen sie.